Hunsrück, Traumschleifen, Wandern, Wandern mit Hund

Auf der Traumschleife Hahnenbachtal Tour

2015-07-30 12.44.01Leider ist nun der letzte Tag unseres kleinen Ausfluges in den Naturpark Saar-Hunsrück angebrochen, als kleine Abschlußwanderung haben wir uns die Traumschleife Hahnenbachtaltour in der VG Rhaunen ausgesucht.

Laut Traumschleifenführer soll es sich dabei um eine abwechslungsreiche Tour durch die Kulturlandschaft des Hunsrück handeln, bei der auch einige Ruinen (Haufen alter Steine ;-) ) besichtigt werden können :ja:

Das wollen wir uns nun einmal näher anschauen :-) Wir starteten leider viel zu früh am Wanderparkplatz beim Besucherbergwerk Herrenberg in Bundenbach und gelangten über einen kleinen Pfad zum Besucherbergwerk.

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Pfad zum Bergwerk

Hier war um diese Uhrzeit die Gastronomie leider noch geschlossen, somit wäre für uns ein anderer Startpunkt wohl günstiger gewesen. Das sollte ich zukünftig wohl beachten ;-)

Allerdings konnten wir auf dem Weg bereits erste Blicke über das Hahnenbachtal werfen und die Sonne lachte uns auch schon entgegen :-)

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Wir passierten das menschenleere Besucherbergwerk, an dem sich sehr viele Tische, Bänke, Gastronomie und eine Aussichtsplattform befinden und gelangten nun zu der rekonstruierten Keltensiedlung Altburg aus dem 3 – 1 Jahrhundert v. Chr. Wo wir auch die ersten Wegschilder des Soonwaldsteig und des Saar Hunsrück Steig erkennen konnten, die hier auch durchführen.

Nach der Keltensiedlung gelangen wir auf einem Wirtschaftsweg auf ein Plateau, wo es dann entspannt erst einmal auf Asphalt weiter ging. :o   Nun ja, nun muss die Traumschleife Hahnenbachtaltour aber noch einiges hervorbringen um diesen Affront gegen mich wieder gut zu machen :lol: :ja:

DSCN2476Allerdings waren das Wetter und die Fernsichten hier oben ganz toll ;-)

Es ging an Wiesen und Weiden mit Kühen vorbei und man konnte den Sommertag so richtig genießen.

 

 

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DSCN2490An den Weiden vorbei ging es auch schon direkt auf einem geschotterten Wirtschaftsweg hinein in den Wald und anschließend – in großzügigen Serpentinen – in das Hahnenbachtal hinab. Dabei kamen wir auch zu der Schieferhalde Sinsenbach, einem tollen, ruhigen und sonnigen Rastplatz.

Von dieser Stelle konnten wir den Blick in das Hahnenbachtal und die gegenüberliegende Anhöhe schweifen lassen.

Auf der gegenüberliegenden Anhöhe befindet sich auch die Ruine Hellkirch, an der wir später noch eine kleine Rast machen möchten. :-)

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An der Schieferhalde Sinsenbach

In der Nähe der Schieferhalde können auch noch (vermutliche) Überreste des Bergbau im Wald entdeckt werden. Ein Hinweisschild konnte ich leider nicht entdecken :idee:

DSCN2499Nun geht es aber weiter auf steinigen und pfadigen Wegen durch den Rennwald hinab in die Talauen des Hahnenbachtal.

Wo wir auch bald an eine Fußgängerbrücke gelangten :ja:

Aber ….. ;-)

Es gab auch eine tolle Furt durch den Hahnenbach und was machen „kleine Kinder“ und Hundinis? :mrgreen:

Natürlich verschmähten wir die wirklich tolle Brücke und planschten lieber ein wenig durch das Wasser :lachtot: Ich kann scheinbar bis heute noch an keiner Pfütze vorbeigehen … :pfeif:

Nach diesem tollen Erlebnis ging es über einen Wiesenweg am Hahnenbach entlang, bis wir zu der Abzweigung hinauf zur Ruine Hellkirch kamen.

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Auenlandschaft am Hahnenbach

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Ruine Hellkirch

Nach einem kurzen Anstieg gelangten wir zu unserem Rastplatz, der Ruine Hellkirch, die ca. 60 Meter über dem Tal liegt.

Die Geschichte der Ruine Hellkirch ist bis heute ein wenig unklar, man ist sich nicht sicher, ob es sich nun um eine Kirche, Kapelle oder einen Wehrbau gehandelt hat.

Ein toller Ort, an dem man sich auch einmal Gedanken über die damalige Zeit machen kann und was an diesem Ort so alles passiert sein könnte ;-) Hier könnte ich mir auch eine tolle Nachtwanderung vorstellen :-D

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Rastplatz an der Ruine Hellkirch

Unterhalb der Ruine machten wir erst einmal eine kleine Rast und ließen den Blick über den bereits zurück gelegten Weg schweifen. :ja:

Gegenüber kann man in der Ferne auch die Schieferhalde Sinsenbach erkennen.

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Aussicht von der Ruine Hellkirch

DSCN2529Nach der Rast ging es auf einem naturnahen Weg weiter zu unserem nächsten Ziel, der Schmidtburg.

Auf dem Weg durch den Wald kamen wir an mehreren alten Grenzsteinen aus dem 19. Jahrhundert vorbei, die hier die Grenze zwischen dem Großherzogtum Oldenburg und dem Königreich Preußen markierten.

DSCN2535Heute befinden wir uns im Grenzgebiet der Landkreise Rhein-Hunsrück, Bad Kreuznach und Birkenfeld.

Aber weiter gehts durch den Wald, bis wir an mehreren Teichen vorbei an den Wassererlebnispfad Hahnenbachtal gelangten, auf dem wir uns nun am Hahnenbach entlang weiter der Schmidtburg näherten.

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Kann man das Wasser hören?

Ein toller und auch sehr informativer Wegabschnitt, der mit Informationen und Rätseln über den Bergbau und das Wasser „gepflastert“ ist :ja:

Nach einem weiteren kurzen Anstieg tauchten auch bereits die Mauern der Ruine Schmidtburg (vermutlich aus dem Jahre 926) vor uns auf :-)

 

Bei der ausführlichen Besichtigung der Burg – bei der wir auch tolle Fernblicke genießen konnten – machte ich mir auch so meine Gedanken, was hier in den vielen vergangenen Jahrhunderten so alles passiert sein könnte? Hier befinden sich Spuren von Menschen, die hier vor über 1000 Jahren gelebt haben. Auch sollen die Ruinen dem Schinderhannes als Versteck gedient haben?

DSCN2593An solchen Orten verweile ich zwar gerne einmal länger aber wir müssen ja auch irgendwann einmal weiter :ja:

So ging es nun wieder hinab an den Hahnenbach, dem wir nun bis zum Hotel Forellenhof folgten, einem weiteren Startpunkt der Traumschleife Hahnenbachtal. Am Hotel Forellenhof kehrten wir jedoch nicht ein, denn es war offensichtlich gerade Anreisetag und der Hof war voll mit Reisenden, die ihre Koffer hin und her rollten :-D

Also wanderten wir nun auf der anderen Talseite weiter und konnten zwischenzeitlich auch hin und wieder an den zahlreichen Aussichtspunkten einen Blick auf die Schmidtburg werfen.

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Die Schmidtburg auf der anderen Talseite

Nun wurde es auch langsam ein wenig voller auf dieser Tour, denn Ausflügler strömten mir in kleinen verwegenen Gruppen vom Besucherbergwerk Herrenberg zum Hotel Forellenhof entgegen :-D   ;-)

Kurz vor dem Tourende kamen wir dann auch noch durch einen kleinen Tunnel, bevor der Weg über Fels nochmal einen kleinen Anstieg nahm….

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Pferdetränke des Schinderhannes

… und wir wohlbehalten von einer tollen Wanderung auf der Traumschleife Hahnenbachtal zurück zu unserem Ausgangspunkt gelangten :-)

Bei der Rückkehr entdeckte ich dann auch noch die Tränke, an der Schinderhannes sein Pferd hätte getränkt haben können :pfeif: :lol:

Nach einer weiteren kurzen Rast und der Hundewurmfütterung ging es leider schon wieder zurück. :cry:  2015-07-30 14.00.01

Während der Hundewurm seinen Mittagsschlaf hielt, plante ich bereits wieder die nächsten Aufenthalte im wunderschönen und verwunschenen Hunsrück :-)

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5 Kommentare

  1. Meine erste Tour bei meinem Urlaub in Kirn, im vergangenen Jahr.
    Ach neee was habe ich jetzt Sehnsucht wieder in den Hunsrück zu reisen :-)

    Hast es geschafft mit Wort und Bild dass ich Gelegenheit finde meinen schmerzenden Fuß echt zu verfluchen :-)

    LG Elke

     
    • Oh weh, dann wünsche ich dir aber schnell einmal gute Besserung :ja: und verrate dir nicht, wohin es als nächstes geht ;-)

      Nun weiß ich auch, warum ich von dir in der letzten Zeit nichts mehr lesen konnte :-( ich bin nämlich schon ganz unruhig und zeige erste Entzugserscheinungen :-D

      Liebe Grüße und gute Besserung, Klaus

       
  2. Der Fuß allein war nicht der Grund.
    Meine Enkelin (3 1/2 Jahre ) war bei mir, da hatte ich weder Zeit zum schreiben, noch zum ernsthaften Wandern.

    Aber lieber Klaus, es wird noch einen Bericht zur Eifelwanderung mit meinen Freundinnen geben, einen kurzen, aber immerhin :-)

    Liebe Grüße und danke für die Besserungswünsche, kann ich gut brauchen, da ausgesprochen schmerzhaft

    Elke

     

Kommentare sind geschlossen.