Alle Artikel in: Überwinterung mit Wohnmobil 2016 – 2017

7. Geburtstag von Davy Mausebein

Wie die Zeit vergeht, schon wieder ist ein Jahr vorüber und mein Hundewurm wird ein Jahr älter. Vor einem Jahr waren wir noch am Praia da Marinha und nun feiern wir am Praia da Bordeira bei Carrapateira. Das Wetter machte heute Morgen trotz angenehmer 20°C einen eher durchwachsenen Eindruck aber zum Glück verschwanden die Wolken und die Sonne kam heraus. Allerdings war uns das Wetter heute nicht so wichtig, denn es sollte ja unbedingt wieder an den Strand gehen.  

 

Spaziergang in den Dünen am Praia da Bordeira bei Carrapateira

Wie die Überschrift schon sagt, waren wir heute Morgen in den Dünen und sind ca. 9 Kilometer gelaufen. Die meisten Besucher des Praia da Bordeira (Karte) kennen als Dünen vermutlich nur den hügeligen Strandabschnitt zwischen Lagune und Meer aber wie ihr gleich sehen könnt, gibt es dort noch mehr zu sehen. Als erstes durften wir wieder die Lagune durchqueren, war ein wenig frisch heute Morgen aber nicht sooo kalt. Das Wasser ist recht flach und geht mir an den tiefsten Stellen gerade mal übers Knie.    

 

An der Algarve angekommen …

Nach den ruhigen und erholsamen Tagen am Pego do Altar, ging es nun direkt an die Algarve, wo ich mein Winterquartier habe. Erst einmal gab es einen Zwischenstopp von ein paar Tagen in Carrapateira, am Praia da Bordeira.  Hier kann man es auch sehr gut aushalten, denn es lockt die Lagune, der breite Sandstrand und die Dünenlandschaft. Oberhalb der Dünen kann man auf den Klippen wandern gehen. Hier entlang verläuft auch der Wanderweg “Rota Vicentina”, der sich auf 340 Kilometer von Santiago do Cacem im Alentejo bis zum Cabo de Sao Vicente an der Algarve hinzieht. Dieser liegt im Naturpark: Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.  

 

Von der Templerburg Almourol an den Pego do Altar

Nach unserem Besuch der Wallfahrtskirche ging es als nächstes zur ehemaligen Templerfestung Castelo do Almourol, die sich auf einer kleinen Insel mitten im Tejo erhebt. Die Burg bestand als Burg Almorolan bereits im Jahre 1129 und noch viel früher soll sich hier auch ein befestigtes römisches Lager befunden haben. Die Templer (Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem) bekamen das Castelo vermutlich in den Jahren nach 1129, nach der Vertreibung der “Mauren” aus diesem Gebiet, übertragen und begannen mit dem Wiederaufbau vermutlich um die Jahre 1160 / 1171. Nach 1307 war das Castelo do Almourol, zusammen mit der Templerfestung von Tomar, auch einer der Rückzugsorte nach der Verfolgung der Templer in Frankreich und Spanien. Leider war das Castelo jedoch bei unserem Eintreffen schon geschlossen, war aber nicht so tragisch, denn im nächsten Jahr möchte ich noch einige andere Burgen und Bauwerke besuchen, dann komme ich hier ganz sicher wieder vorbei. Oder vielleicht fahre ich auch in diesem Jahr noch einmal dort hin, der Winter ist ja noch lang.  

 

Santuário de Nossa Senhora dos Remédios

Heute stand ein Besuch der Rocaille (Rokoko) Wallfahrtskirche auf einem Hügel bei Lamego an, die der Nossa Senhora dos Remédios geweiht ist und deren Schrein enthält. (Santuário de Nossa Senhora dos Remédios) Von Lamego aus führt eine barocke Freitreppe mit 686 Stufen auf den Hügel zur Wallfahrtskirche. Man kann allerdings auch dort oben parken und übernachten.  Die Anlage ist von einem kleinen Park umgeben, der von vielen kleinen Wegen durchzogen ist. Immer wieder findet man auch steinerne Sitzmöglichkeiten um zwischendurch die Ruhe des Ortes zu genießen.    

 

Von Frankreich nach Portugal

Endlich bin ich nach vielen Monaten wieder in Portugal angekommen und der unbeschreibliche Duft, eine Mischung aus Kräutern, Pinien, Eukalyptus und Zistrosen empfängt mich. Da fühle ich mich gleich wieder zu Hause Wie ihr bemerkt habt, gab es einen kleinen Zeitsprung seit dem 14. September. Das war beabsichtigt, denn ich möchte weder ein Tagebuch, noch einen Reiseblog führen. Davon gibt es im Internet genug und vor allem bessere Schreiberlinge als mich. Einer der mir davon besonders gut gefällt, da ich ihre Art und Weise die Dinge zu beschreiben einfach klasse finde, ist der Blog von Tanja.  

 

In den Dünen von Biville, bei den vergessenen Panzern von Biville

12. September 2016 – Wanderung durch die Dünen und an den Strand von Biville Selten habe ich einen so tollen Ort gesehen, wie die Dünen von Biville. Einfach nur hier zu sein, zu wandern, die Natur zu genießen oder auf Entdeckungstour zu gehen und auch am Rand des Schutzgebietes übernachten zu können, ist ein wahrer Traum. Das Gebiet der Dünen von Biville, im Nordwesten der Halbinsel Cotentin, umfasst etwa 190 Hektar, die zum größten Teil unter Naturschutz stehen. Hier wachsen vor allem Stechginster, Kiefern aber auch viele Heidekräuter.  

 

Mulberryhafen-B, WWII Normandy American Cemetery and Memorial; Omaha Beach; Pointe du Hoc; Phare de Gatteville

10. September 2016 – Arromanches-les-Bains / Mulberry-B Hafen Die Fahrt führte uns heute nach Arromanches-les-Bains. Der Ort befindet sich im Abschnitt “Gold Beach” während der Landung der Alliierten am 06. Juni 1944 (D-Day / Operation Overlord / Operation Neptune) Die Parkplatzsituation in Arromanches les Bains ist nicht unbedingt für unsere Fahrzeugabmessungen geschaffen, so dass wir den kostenpflichtigen Parkplatz (GPS: 49.339065, -0.613304) am Arromanche 360 Grad D-Day Kino, an der D514, genommen haben.  

 

Am Ärmelkanal entlang nach Südwest; Veules-les-Roses bis Saint-Jouin-Bruneval

7. September 2016 – Veules-les-Roses Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir weiter nach Veules-les-Roses, wo wir auf einer Wiese (GPS: 49.875000, 0.791600) oberhalb des Ortes unser „Lager“ aufschlugen und die Sonnenstrahlen genossen. Die Fahrt nach Veules les Roses war nicht spektakulär, jedoch spielte mir mein Navi mal wieder einen Streich. Erst lotste es mich an die enge Uferpromenade, wo die Gassen mit weniger als 2 Meter breite für mich eindeutig zu eng waren und anschließend durch weitere enge Gassen auf Umwegen zur Wiese.  

 

Start der Überwinterung 2016 – 2017; von Emmendingen bis zum Ärmelkanal

Die Anreise zur Überwinterung   Von Emmendingen bis zum Ärmelkanal Heute am 25. Oktober 2016, sind wir schon über 6 Wochen auf unserer zweiten Überwinterungstour unterwegs und auch schon seit einigen Wochen in Portugal. Somit handelt es sich bei diesem Blogbeitrag (und bei den nächsten Beiträgen) auch eher um einen Rückblick oder auch ein kleines Lebenszeichen von meinem Hundewurm und mir. Ich habe kurz vor meiner Abfahrt noch einmal mein eigentliches Vorhaben – die Anreise durch Nordspanien, entlang des Camino de Santiago – umgeworfen, um zusammen mit Tanja und André die Normandie, insbesondere Omaha Beach und den dortigen US Soldatenfriedhof (Normandy American Cemetery) bei Colleville-sur-Mer zu besuchen. Dort wollte ich schon immer mal hin und Nordspanien läuft ja auch nicht weg, das mache ich dann im nächsten Jahr.