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Ende der Überwinterung 2016 – 2017 in Portugal

Die Überschrift sagt eigentlich alles, dies ist nun mein letzter Beitrag über die Überwinterung in Portugal 2016 / 2017 Nach nunmehr 7 Monaten und ungefähr 11.000 Kilometern Fahrtstrecke sind der Hundewurm und ich unbeschadet und gut erholt wieder zurück in Deutschland angekommen. Noch gewöhnen wir uns langsam an die Hektik in diesem Land, welches mir von Jahr zu Jahr doch immer fremder wird.  Aber der Hundewurm freut sich offenbar, endlich wieder in grünem Gras und Laub herum toben zu können.  

 

Besuch der Wehr-Klosteranlage Convento de Cristo – Castelo de Tomar

Nach meinem Besuch beim Aquädukt (Aqueduto dos Pegões), mit dem die Wasserversorgung des Convento de Cristo ab dem frühen 17. Jahrhundert sichergestellt wurde, landete ich gegen Mittag auf dem Camping Municipal in Tomar, der zur Zeit wohl in einen Wohnmobilstellplatz umfunktioniert wird? Das ist für mich ein prima Platz und vor allem ein zentraler Ausgangspunkt, um die Stadt und die Sehenswürdigkeiten von Tomar zu besichtigen.  

 

Das Aquädukt des Convento de Cristo, Tomar – Aqueduto dos Pegões

Tomar, die alte Stadt der Templer mit der großartigen Wehr-Klosteranlage, Convento de Cristo, ist ja hinreichend bekannt aber wusstet ihr, dass sich außerhalb der Stadt noch ein richtig tolles Bauwerk versteckt? Die Klosteranlage musste nach ihren späteren Erweiterungen bis zum 16. und 17 Jahrhundert unter dem Christusorden („Nachfolgeorden“ des Templerorden ab 1319 in Portugal) auch dem erhöhten „Ansturm“ der Mönche, Pilger und Armen stand halten. Diese wollten natürlich auch mit ausreichend Wasser versorgt werden und das wurde im ausgehenden 16. Jahrhundert durch den Bau eines ca. 6 Kilometer langen Aquädukt (Aqueduto dos Pegões) bewerkstelligt.  

 

Die Templerburg Castelo de Almourol inmitten des Rio Tejo

Drei versuche habe ich nun gebraucht, um mir endlich diese sagenumwobene Festung der Tempelritter anzuschauen. Um es vorab zu sagen, es hat sich gelohnt. Im September des letzten Jahres habe ich es schon einmal versucht aber leider die letzte Fähre verpasst und wollte nicht auf den nächsten Tag warten.  (gaaanz blöde Idee) Bei meinem zweiten Versuch, heute Vormittag, kam ebenfalls keine Fähre vorbei. Mittlerweile ganz leicht gefrustet bin ich dann erst einmal einkaufen gefahren und dabei habe ich mir dann vorgenommen, richtig viel einzukaufen und so lange vor der Burg stehen zu bleiben, bis ich da endlich hinein darf.  

 

Weiter nach Norden, zum Pego do Altar und zur Templerburg Castelo de Almourol

07. März 2017 – 12. März 2017 – Am Stausee Pego do Altar Heute Morgen habe ich mich von Arnold (http://maudolf-on-tour.de) am Barragem do Monte da Rocha verabschiedet und bin wieder in nördliche Richtung gefahren. Unser Ziel war wieder der Barragem Pego do Altar, an dem wir ja schon öfter (Beitrag vom 24. September 2016) gestanden haben. Es ist eine sehr einsame Ecke, an der es beschaulich zugeht. Ab und zu kommen ein paar portugiesische Angler und Ausflügler vorbei und das war es dann meist auch schon. Wohnmobile verirren sich eher selten hierher, da die Zufahrt mittlerweile doch sehr grenzwertig ist und man sich sehr leicht festfahren oder aufsetzen kann.  

 

Kleine Stauseerunde im Alentejo

20. Februar 2017 – 06. März 2017 – Kleine Stauseerunde im Alentejo Nach nunmehr 5 Monaten an der Algarve geht es wieder auf Fahrt, denn die Temperaturen sind nun auch oberhalb der Algarve ganz angenehm geworden und der Frühling ist auch im Alentejo kaum noch zu übersehen. Auch laufen an der Algarve gerade die Pinien-Prozessionsspinner zu ihrer Höchstform auf und ich kann gar nicht genug aufpassen, dass der Hundewurm denen nicht zu nahe kommt. Die Haare dieser „Biesterchen“ sind nämlich richtig gefährlich für Hunde und können auch beim Menschen heftige allergische Reaktionen auslösen.  

 

Planlos durch Portugal, Kurzbesuch im Alentejo und zurück an die Algarve

11. November 2016 – 16. November 2016 / Von Carrapateira über Sagres zurück an den Barragem do Arade Auch hier in Portugal zieht so langsam der Winter – oder besser die Regenzeit – ein und die Temperaturen sind auch schon deutlich gefallen. Letztes Jahr um diese Zeit war es noch bedeutend wärmer, da hatten wir im Schnitt 5 – 6 Grad mehr auf dem Thermometer. Aber noch kann man ja Barfuß am Strand herum laufen und solange das noch geht, ist es auch nicht wirklich kalt.  

 

Zurück am Praia da Bordeira bei Carrapateira

Hätte mir jemand vor einigen Jahren gesagt, dass mein Hund eines Tages freiwillig im Wasser herum tobt, hätte ich denjenigen sicher ausgelacht. Dieser Gedanke ging mir heute nicht mehr aus dem Kopf und mir wurde wieder einmal bewusst, welches Glück ich habe, mit meinem Hundewurm an einem so tollen Ort unsere gemeinsame Zeit verbringen zu dürfen. Denn oftmals weiß man solche kleinen Dinge nicht wirklich zu schätzen.    

 

Spaziergang in den Dünen am Praia da Bordeira bei Carrapateira

Wie die Überschrift schon sagt, waren wir heute Morgen in den Dünen und sind ca. 9 Kilometer gelaufen. Die meisten Besucher des Praia da Bordeira (Karte) kennen als Dünen vermutlich nur den hügeligen Strandabschnitt zwischen Lagune und Meer aber wie ihr gleich sehen könnt, gibt es dort noch mehr zu sehen. Als erstes durften wir wieder die Lagune durchqueren, war ein wenig frisch heute Morgen aber nicht sooo kalt. Das Wasser ist recht flach und geht mir an den tiefsten Stellen gerade mal übers Knie.    

 

An der Algarve angekommen …

Nach den ruhigen und erholsamen Tagen am Pego do Altar, ging es nun direkt an die Algarve, wo ich mein Winterquartier habe. Erst einmal gab es einen Zwischenstopp von ein paar Tagen in Carrapateira, am Praia da Bordeira.  Hier kann man es auch sehr gut aushalten, denn es lockt die Lagune, der breite Sandstrand und die Dünenlandschaft. Oberhalb der Dünen kann man auf den Klippen wandern gehen. Hier entlang verläuft auch der Wanderweg „Rota Vicentina“, der sich auf 340 Kilometer von Santiago do Cacem im Alentejo bis zum Cabo de Sao Vicente an der Algarve hinzieht. Dieser liegt im Naturpark: Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.