Portugal-Spanien 2015/2016, Wohnmobil

Im Hinterland der Algarve

Wie ihr sicher (hoffentlich :lol: ) schon in einigen meiner anderen Beiträge hier im Blog gelesen habt, pendle ich seit einigen Wochen immer wieder im Distrikt Faro, zwischen Carrapateira (Bordeira), Sagres, Portimao, Silves, Monchique (unterhalb der Serra de Monchique) und dem Distrikt Beja hin und her. :ja: :-)

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2016-01-06 13.10.05Die Algarve besteht nämlich nicht nur aus den bekannten Küstenstreifen “Felsalgarve und Sandalgarve”, sondern auch aus einem sehr reizvollen und teilweise sehr einsamen Hinterland. Nördlich der Algarve, im Alentejo, befinden sich auch einige sehr reizvolle und einsame Plätze, die für mich wie ein wahrgewordener Traum sind. :ja:

Eigentlich wollte ich durch Portugal ja nur durchfahren  :wallbash: :doh: und irgendwo in Spanien überwintern. Aber die raue, einsame Landschaft im Hinterland und die freundlichen Portugiesen haben mich in ihren Bann gezogen und bis heute nicht mehr los gelassen. :winken:

Berge, sanfte grüne Hügel, karge steinige Böden und doch riecht es überall nach Thymian, Rosmarin, Pinien, Eukalyptus, Erdbeerbäumen und Zistrosen.

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Lost Place

Die Küste mit ihren wettergegerbten Felsformationen und langen Sandstränden, im Hinterland Stausee´n, freilaufende Ziegen und Rinderherden.

Alte Gemäuer die Geschichten erzählen und geschichtsträchtige Orte, wie die Monumentos do Algarve und weitere unzählige Burgen, verlassene Ortschaften und vergessene Orte.

 

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Sonnenuntergang am Stellplatz Portimao

Jedoch versuche ich die großen und überfüllten Stellplätze für Wohnmobile an der Küste zu meiden, die haben für mich irgendwie das Flair einer Gartensiedlung ;-) und das entspricht so gar nicht meiner Art zu reisen und das Land zu sehen.

Ab und zu mache ich jedoch auch sehr gerne einen Abstecher dort hin, um Freunde zu besuchen und neue – nette – Überwinterer kennen zu lernen. :winken:

An Wanderwegen mangelt es hier auch nicht, leider handelt es sich jedoch oftmals um Streckenwanderwege, aus deren Teilabschnitten sich aber auch leicht ein toller Rundweg basteln lässt. :-)

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Im Augenblick befinde ich mich wieder in der Nähe der Via Algarviana, einem 300 Km langen Wanderweg zwischen Alcoutim am Rio Guadiana und dem Cabo de São Vicente.

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2016-01-06 15.48.46Letzte Woche befand ich mich noch an der Rota Vicentina / Fischerweg, einem Fernwanderweg entlang der Westküste und anschließend auch einmal kurz im Alentejo.

Ja sogar in Spanien war ich einmal kurz, denn ich hatte mich wieder einmal auf den schmalen Bergstraßen verfahren und hörte zu lange auf mein offenbar „betrunkenes“ Navi. :pfeif:   :hilfe:

In den nächsten Tagen geht´s sicher wieder in Richtung Küste oder vielleicht noch einmal auf den Fóia? Das weiß ich vorher nie so genau, ob ich mir nun mehr Orangen- und Zitronenhaine oder die Küste anschauen möchte.

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Sonnenaufgang auf dem Foia

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Allerdings muss ich erst einmal ein “Carepaket” aus Deutschland abwarten, welches sich gerade auf dem Weg zu mir befindet und hoffentlich in den nächsten Tagen abgeholt werden kann. 8)

Leider gibt es auch einige unschöne Sachen zu berichten. :-( Hauptsächlich von Camper´n (ich bezeichne mich eher als Reisenden), die sich nicht benehmen können und sich im besten Fall auf öffentlichem Grund wie auf einem Campingplatz aufführen. Da wird die Markise ausgefahren, ein Teppich verlegt, Tische, Stühle, Blumenkästen raus gestellt und natürlich abends oder schon am Nachmittag so richtig die “Sau rausgelassen”. Von lärmenden Stromgeneratoren und laufenden Fahrzeugen möchte ich erst gar nicht reden. :zensur:

Das ist sicher immer ein ganz tolles Bild, wenn Einheimische und Urlauber bei ihrem Strandbesuch entweder keine Parkplätze finden, da diese von Wohnmobilen einige Tage blockiert werden oder sie an einer „solchen Kolonie“ vorbei laufen müssen!

Im schlimmsten Fall wird dann auch durch die gleichen Leute schnell mal das Grauwasser (Abwasser von Dusche und Waschbecken) während der Fahrt entsorgt oder die Toilette auch gleich ins Gebüsch gekippt. :maul:

Bei so einem verhalten braucht ihr euch nicht wundern, wenn ihr durch die GNR des Platzes verwiesen werdet oder immer mehr Verbotsschilder für Wohnmobile auftauchen. Das ist auch einer der Gründe, warum ich alle tollen Plätze lieber für mich behalte, denn ich möchte gerne in dieses freundliche Land und an die tollen Orte zurück kehren.

Falls sich nun jemand angesprochen fühlt, überlegt euch doch bitte einmal, wann ihr zum letzten Mal den Abfall anderer Leute weggeräumt habt? Ich mache das nämlich an jedem Platz, an dem ich Abfall in der Natur vorfinde!

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4 Kommentare

  1. Du bist zu beneiden, Klaus. Wunderschöne Orte sind das, an denen du mit Davy Halt machst. Und dieser Sonnenaufgang! Herrlich. Ich kann deine Gründe absolut nachvollziehen, weshalb du diese tollen Orte nicht im Blog verraten und für dich behalten magst.

    Ganz liebe Grüße
    Silvana

     
    • Toll nicht wahr! Das denke ich jeden Tag, den ich hier verbringen darf :ja:

      Liebe Grüße

      Klaus

       
  2. Wunderbar und klasse zulesen und zusehen , ja ich beneide Euch beide

    und freue mich an immerwieder neuen Eindrücken und Berichten.

    Wünsche Euch beiden ganz viel Spass und bleibe Euer Online Begleiter,

    wenn Du dann wieder in Deutschland Station machst , hoffe ich Dich

    bei uns begrüßen zudürfen ! Das ist eine Einladung

    Martina und Schorsch

     
    • Danke Schorsch, da freue ich mich wirklich :-)

      Wenn ich zurück bin, melde ich mich – Einladung somit gerne angenommen :-)

      Gruß, Klaus

       

Kommentare sind geschlossen.