Frankreich, Überwinterung mit Wohnmobil 2016 - 2017, Wohnmobil

Mulberryhafen-B, WWII Normandy American Cemetery and Memorial; Omaha Beach; Pointe du Hoc; Phare de Gatteville

10. September 2016 – Arromanches-les-Bains / Mulberry-B Hafen

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Arromanches-les-Bains

Die Fahrt führte uns heute nach Arromanches-les-Bains. Der Ort befindet sich im Abschnitt “Gold Beach” während der Landung der Alliierten am 06. Juni 1944 (D-Day / Operation Overlord / Operation Neptune)

Die Parkplatzsituation in Arromanches les Bains ist nicht unbedingt für unsere Fahrzeugabmessungen geschaffen, so dass wir den kostenpflichtigen Parkplatz (GPS: 49.339065, -0.613304) am Arromanche 360 Grad D-Day Kino, an der D514, genommen haben.

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Reste Mulberry-B Hafen

Von diesem Platz auf den Klippen kann man die Überreste des Mulberry-B Hafen sehen, der durch die britischen Truppen an dieser Stelle zur Sicherung des Nachschubes gebaut wurde. Ein weiterer Mulberry Hafen (Mulberry-A) wurde durch US Truppen im Bereich Omaha Beach gebaut, jedoch noch vor Fertigstellung durch einen Sturm zerstört.

Vom Parkplatz aus kann man entlang von Denk- / Mahnmalen und Überresten des ehemaligen Hafens zum 360 Grad Kino wandern.

Diesem ist leider auch ein Souveniershop angeschlossen, der mich ein wenig schockiert hat, da man neben sinnvollen Büchern und Infomaterial über diese Zeit auch allerlei Kriegsspielzeug verkauft.  :zensur:   :irre:

Überreste an Land vom Mulberry-B

 

11. September 2016 – Batterie Longues-sur-Mer

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Geschützbunker

Nachdem wir Arromanches entflohen waren, fuhren wir weiter zu der einzig noch im Original erhaltenen deutschen Küstenbatterie des Atlantikwalles in der Normandie (Batterie Longues sur Mer), außerhalb von Longues-sur-Mer. (Auf dem Parkplatz des Besucherzentrum und ca. 200 Meter weiter Richtung Klippen hätten wir auch übernachten können aber meine Reisegefährten haben ja nicht auf mich gehört) :-D ;-)

Die deutsche Geschütz-Batterie wurde vor dem D-Day mehrfach bombardiert und am D-Day durch Schiffe der US Navy, Royal Navy und der Freien Französischen Armee beschossen.

Durch den Beschuss entstanden jedoch keine größeren Schäden an der Batterie. Von der Batterie selbst wurden am D-Day 170 Schüsse abgegeben, ohne das irgendetwas getroffen wurde . (na wenn das mal keine Absicht war ;-) ) Die Besatzung der Batterie hat sich am 07. Juni 1944 kampflos der britischen Armee ergeben. Heute handelt es sich bei der Batterie um ein Museum und es kann alles besichtigt werden.

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11. September 2016 – World War II Normandy American Cemetery and Memorial

dscn8212Im Anschluss an den Museumsbesuch machten wir uns auf zum Normandy American Cemetery and Memorial in der Nähe von Colleville-sur-Mer.

Vielen wurde dieser Friedhof und Gedenkstätte erst durch den Film: “Der Soldat James Ryan” von Steven Spielberg bekannt, in der die Figur James Ryan das Grab des fiktiven Captain John Miller (gespielt von Tom Hanks) auf diesem Friedhof besucht. Das Areal des Friedhofes umfasst 49 Hektar, beinhaltet 9387 Gräber und ein Mahnmal mit den Namen von 1557 Vermissten.

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Leider war der Aufenthalt hier viel zu kurz, ich werde auf jeden Fall noch einmal wiederkommen und dann auch eine bessere Kamera dabei haben. :ja: Aber es ist doch erschreckend, wie viele Soldatenfriedhöfe (auch Deutsche) es hier in der Gegend gibt.

Lage / Karte des Friedhofes: 49.359278, -0.853442

 

11 September 2016 – Omaha Beach D-Day Monument Saint-Laurent-sur-Mer

Unmittelbar nach dem Besuch des Soldatenfriedhof / Gedenkstätte, ging es weiter zum D-Day Monument Saint-Laurent-sur-Mer am Omaha Beach. (GPS / Karte: 49.370655, -0.879893) und der Skulptur Les Braves Memorial Omaha Beach.

D-Day Monument Omaha Beach

 

Skulptur “Les Braves Memorial Omaha Beach”

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Omaha Beach bei Saint-Laurent-sur-Mer 2016

 

11. September 2016 – Pointe du Hoc

dscn8254Der Pointe du Hoc (GPS / Karte: 49.393096, -0.989264) ist ein etwa 500 Meter langer und 30 Meter hoher Abschnitt an der Steilküste der Normandie, ca. 6 Km von Omaha Beach entfernt.

Hier befand sich eine deutsche Geschützstellung, welche durch das 2.te US Rangerbataillon am Morgen des D-Day ausgeschaltet werden sollte, da die Geschütze den Omaha und Utah Beach erreichen konnten. Das 2.te US Rangerbataillon erlitt dabei durch Unfälle beim Angriff und heftiger Gegenwehr erhebliche Verluste, so dass nach dem Rückzug der Verteidiger nur noch 90 von 225 Ranger einsatzbereit waren.

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Im Nachhinein stellte man fest, dass die Kanonen bereits vor dem Angriff wegen der vorhergehenden Bombenangriffe weggeschafft wurden. Diese konnten jedoch ca. 1 Km hinter der Stellung aufgefunden und zerstört werden.

Das Gelände Pointe du Hoc wurde den Vereinigten Staaten von Amerika 1979 zur dauerhaften Nutzung überlassen, seit dem wird es von der American Battle Monuments Commission (ABMC) gepflegt. Man versucht den Zustand des Geländes von 1944 als Gedenkstätte zu erhalten.

11. September 2016 – Phare de Gatteville

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Neuer und alter Leuchtturm

Endlich sind wir nach den vielen Besichtigungen an unserem heutigen Übernachtungsplatz am Phare de Gatteville (Karte / GPS: 49.694749, -1.271620) angekommen, können den Tag nun einmal Revue passieren lassen und zumindest mit Füßen und Pfoten ;-) ein wenig im kalten Wasser planschen :-D

 

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Genau richtig für meinen wasserscheuen Hundewurm :-D

Dann mal zurück zu den Leuchttürmen, der kleinere Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1775 und der größere Leuchtturm aus dem Jahr 1829. Beide Türme wurden im Jahr 2009 als Historische Bauwerke (Monument historique) aufgrund ihrer Architektur oder geschichtlicher Bedeutung eingestuft.

dscn8307Der größere Leuchtturm kann besichtigt werden, man muss dann jedoch bis zur Plattform 349 Stufen, mit teilweise unterschiedlicher Höhe, hinauf steigen.

Ich kann aber versichern, dass es runter schneller geht, wenn nicht gerade “Gegenverkehr” besteht. :-D

Man hat von oben einen tollen Ausblick über die Küste und das Hinterland, sowie auf den kleineren älteren Leuchtturm.

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Blick auf den alten Leuchtturm

2016-09-11-20-26-42Im Anschluss an die Besichtigung ließen wir den Abend bei einem tollen Sonnenuntergang ausklingen und das ein oder andere Bierchen war heute auch fällig.  8)

 

 


Was für ein Marathon ….

Also ehrlich gesagt, es war viel zu viel für einen Tag. Ich werde ganz sicher noch einmal in diese Gegend kommen und mir dann auch mehr Zeit lassen. Ich bin in Frankreich an so vielen Denkmälern, Schauplätzen, Ruinen von Burgen, Kirchen usw…. vorbei gefahren, dass ich es im Nachhinein kaum fassen kann. :ja:

Freut euch auf den nächsten Beitrag, dann könnt ihr uns in die Dünen von Biville folgen. ;-)

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