Portugal-Spanien 2016/2017, Überwinterung mit Wohnmobil 2016 - 2017, Wohnmobil

Planlos durch Portugal, Kurzbesuch im Alentejo und zurück an die Algarve

11. November 2016 – 16. November 2016 / Von Carrapateira über Sagres zurück an den Barragem do Arade

Auch hier in Portugal zieht so langsam der Winter – oder besser die Regenzeit – ein und die Temperaturen sind auch schon deutlich gefallen.

Letztes Jahr um diese Zeit war es noch bedeutend wärmer, da hatten wir im Schnitt 5 – 6 Grad mehr auf dem Thermometer. :ja:

Aber noch kann man ja Barfuß am Strand herum laufen und solange das noch geht, ist es auch nicht wirklich kalt.

Praia da Bordeira

Aber noch genieße ich die teilweise sonnigen Tage hier in Carrapateira bei einigen Spaziergängen am Strand und bewundere die erste Blütenpracht, bevor es zu einem Zwischenstopp nach Sagres geht.

Fortaleza de Sagres

Anschließend geht es wieder an den Barragem do Arade, einer Talsperre in der Nähe von Silves, der ältesten Stadt an der Algarve, mit vielen tollen kleinen Gassen, die erkundet werden können.

Barragem do Arade

Am Arade Stausee geht es im Augenblick noch ruhig zu, einige Überwinterer haben sich bereits eingefunden und weitere sind sicher noch auf der Anfahrt.

Dann wird mir das hier aber wieder zu voll und meine Zeit am Barragem do Arade ist damit schon wieder zu Ende. Zum Glück gibt es an der Algarve auch noch einige weniger bekannte Plätze, wo es sich sehr gut aushalten lässt. ;-)

Einer meiner Lieblingsplätze am Arade

 

17. November 2016 – 20. November 2016 / Ausflug ins Alentejo zu Tanja und André

Heute beschloss ich mal wieder Richtung Norden, ins Alentejo, zu fahren und Andre (Amumot.de) und Tanja (Crosli.de) zu besuchen. Immerhin hatte ich die beiden seit der Normandie / Dünen von Biville auch nicht mehr gesehen.

Streunerpärchen :-)

Nach einem kurzen Zwischenstopp auf dem Stellplatz bei den Minas de Lousal ging es dann auch zügig weiter an die Küste des Atlantiks.

 

 

An der Praia de Alberta Nova angekommen, wurde ich auch sogleich von strahlendem Sonnenschein empfangen und so stand einem ausgiebigen Spaziergang am Strand und in den Dünen auch nichts im Wege.

Der Platz ist zum Glück nicht stark besucht, da die Anfahrt über eine ca. 2 Kilometer lange Piste mit vielen doch sehr sehenswerten Schlaglöchern führt und mehr als der 1. oder 2. Gang ist beim Wohnmobil kaum möglich, wenn man die Hütte anschließend nicht renovieren möchte. :lol:

Nachts ist es dort sehr einsam, ab und zu sind jedoch ein paar einheimische Angler am Strand unterwegs.

Am späten Nachmittag gesellte sich noch Peter mit seinem Dinovan (Dinovan.de) hinzu und so waren wir die nächsten Tage zu viert an diesem tollen Strand.

 

 

21. November 2016 – 25. November 2016 / Zurück an der Algarve

Blick aus meiner Hütte

Nachdem ich Andre und Tanja heute Vormittag verlassen habe, ging es für mich wieder zurück an die Algarve.

Kaum angekommen bekam ich auch schon Besuch von einem Tausendfüßler, der sich einfach nicht fotografieren lassen wollte. :-D

Hier verbrachte ich dann einige tolle Tage zwischen Zistrosen, Eukalyptus und Erdbeerbäumen, dessen leckere Früchte man aus dem Wohnmobilfenster pflücken konnte.

Es war einfach herrlich, absolute Ruhe und nachts kamen die Wildschweine auf der Suche nach Futter vorbei. Die suchen vermutlich auch nach Erdbeerbäumen, denn das sind ja keine Kostverächter :-D Da sollte man zu später Stunde natürlich draußen ein wenig aufpassen, denn die Wildschweinderl haben nicht unbedingt Respekt vor einem Wohnmobil, wie mir die Spuren vor der Hütte am Morgen verraten haben. ;-)

 

26. November 2016 – 04 Dezember 2016

Regenpause am Arade

Erste Überflutungen

Heute ging es erst einmal zurück an den Arade Stausee, da Andre und Tanja sich für die nächsten Tage dort angesagt hatten.

Leider wurde das Wetter nun zusehends schlechter, so dass die täglichen Gassirunden mit dem Hundewurm ein wenig kürzer als sonst ausfielen. :-D

Auch Henning (leben-unterwegs.com) erschien in den folgenden Tagen und wir harrten gemeinsam bei Regen, Wind und Wolken auf dem “ehemals” staubigen Platz oberhalb der Staumauer aus. Allerdings ist der Regen hier in Portugal gefühlt angenehmer als im kalten Deutschland und in den Regenpausen kann man den Duft von Kräutern, Pinien und Eukalyptus in der sauberen Luft riechen :-)

Regenpause mit Sonnenschein

Im Bild unten, von links nach rechts: Das Mausemobil, Henning, Andre und Tanja

Der Regen war teils derart heftig, dass sich kleinere Steinlawinen von den Hängen am Stausee lösten und durch das Wasser nach unten gespült wurden. Einige verstopften die Wasserabläufe an den Wegen, so dass es an vielen Stellen zu kleineren Überschwemmungen kam.

In diesen Tagen besuchte ich auch Doreen und Sven vom (Kasteninblau.de), die sich gerade an der Küste aufhielten, um mir ein von Doreen verfasstes Kochbuch für die Mobile Küche persönlich abzuholen.  :winken:

Kochbuch für die “Mobile Küche” von Doreen Düe

Ein “Roadtrip durch die Campingküche” kommt absolut hin und ich war wirklich erstaunt, was man auf kleinstem Raum so alles bewerkstelligen kann. Einen Vorgeschmack bekommt ihr auf ihrer Webseite: kochen-und-backen-im-wohnmobil.de

 

05. Dezember 2016 – 07. Dezember 2016 / Aufbruch nach Westen

Nach über einer Woche am Arade Stausee wurde das Wetter endlich wieder besser und unsere Wege trennten sich wieder.

Lagune vom Praia da Bordeira bei Ebbe

Ich machte mich wieder auf den Weg an die Westküste, wo ich eigentlich ein paar Tage zwischen Vila do Bispo, und Carrapateira (am Praia do Amado und Praia da Bordeira) “wandernd” auf dem dortigen Küstenwanderweg (Rota Vicentina / Fischerweg) verbringen wollte.

Leider fiel mir am zweiten / dritten Tag auf, dass ich vergessen hatte Gas zu tanken und es hier in der Gegend natürlich keine LPG Tanke gibt. Scheinbar werde ich langsam ein wenig senil.   :hilfe:  Und so ging es halt wieder zurück nach Osten, in Richtung Lagos, wo die nächste erreichbare Gas-Tanke zu finden ist.

 

08. Dezember 2016 – 11. Dezember 2016 / Irgendwo bei Albufeira

Nachdem ich nun wieder einen vollen Gastank hatte, lohnte sich die Rückfahrt an die Westküste nicht mehr, da es in wenigen Tagen ein Treffen der Facebookgruppe “Leben im Wohnmobil” hier an der Algarve geben sollte und dort wollte ich “vielleicht” einmal kurz vorbei schauen. Also wieder ab an den Strand und mit netten Leuten ein wenig in der Sonne chillen. ;-)

Schafe zählen am Morgen, da wird man direkt wieder müde :-D

 

12. Dezember 2016 / Kurzbesuch an der Praia da Marinha und zurück in die Berge

Praia da Marinha – auf dem Klippenweg

Heute ging es an einen meiner Lieblingsplätze, die Praia da Marinha bei Carvoeiro, wo ich auch Andre und Tanja wieder getroffen habe.

Eigentlich wollte ich hier ein paar Tage bleiben aber leider ist der Platz zur Zeit total überlaufen und dann fühle ich mich einfach nicht wohl.

Also sind wir einmal ein Stück den tollen Küstenwanderweg abgelaufen und dann ging es nach einer kurzen Pause weiter.

Aber ich bin ja noch ein wenig hier in der Gegend und dann findet sich ganz sicher noch einmal eine Gelegenheit, die Praia da Marinha zu besuchen, wenn der Ort nicht so überlaufen ist.

 

… weiter ins Hinterland der Algarve

Hinterland der Algarve

Somit ging es wieder in die Berge, hier ist es auch super schön und vor allem ist es nicht so überlaufen wie an der Küste.

Hier kann man auch noch selten gewordene Schlangen sehen, wie die Stülpnasenotter.

Bei der Stülpnasenotter handelt es sich um eine Giftschlange, die eine Größe von ca. 45 – 60 Zentimetern erreichen kann. Ihr Gift ist ein wenig stärker als das der Kreuzotter, bzw. der Aspisviper. Somit ist ein Biss für einen gesunden Menschen nicht unbedingt lebensbedrohend. Allerdings kann ein Biss der Stülpnasenotter, (wie auch der Biss der Kreuzotter in Deutschland) für Hunde durchaus tödlich sein. Man sollte halt in den Gebieten in denen diese Schlangen vorkommen ein wenig lauter auftreten und auf sonnigen Plätzen mehr aufpassen. (Weitere Information zur Stülpnasenotter)

Nur zur Vervollständigung, in Portugal gibt es auch giftige Skorpione, Hundertfüßer, und auch die Europäische Schwarze Witwe kommt hier in eher entlegenen Gebieten vor. Aber im Augenblick machen mir die Wildschweinderl vor meiner Hütte mehr sorgen. ;-)

Wenn man solche Tierchen sieht, einfach darüber freuen und sie nicht stören.

Stülpnasenotter

So, das war es mal wieder. So viel wollte ich gar nicht schreiben und es wird wohl hoffentlich eine Ausnahme bei mir bleiben. :-D

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