Alle Artikel mit dem Schlagwort: Templer

An der Brücke von Alcántara (Qantarat as-Saif), die bedeutenste Steinbogenbrücke aus der Römerzeit

Auf meiner Rückfahrt nach Deutschland besuchte ich auch die römische Steinbogenbrücke von Alcantara (Spanien / Extremadura). Die Brücke überspannt bei dem Ort Alcantara den Rio Tajo (Tejo in Portugal) an dessen Ufern ich mich in der letzten Zeit sehr oft aufgehalten habe. Zu dieser sagenumwobenen Brücke wollte ich bereits seit einigen Jahren, somit habe ich mir hier auch selbst ein kleines „Träumchen“ erfüllt.  

 

Besuch der Wehr-Klosteranlage Convento de Cristo – Castelo de Tomar

Nach meinem Besuch beim Aquädukt (Aqueduto dos Pegões), mit dem die Wasserversorgung des Convento de Cristo ab dem frühen 17. Jahrhundert sichergestellt wurde, landete ich gegen Mittag auf dem Camping Municipal in Tomar, der zur Zeit wohl in einen Wohnmobilstellplatz umfunktioniert wird? Das ist für mich ein prima Platz und vor allem ein zentraler Ausgangspunkt, um die Stadt und die Sehenswürdigkeiten von Tomar zu besichtigen.  

 

Das Aquädukt des Convento de Cristo, Tomar – Aqueduto dos Pegões

Tomar, die alte Stadt der Templer mit der großartigen Wehr-Klosteranlage, Convento de Cristo, ist ja hinreichend bekannt aber wusstet ihr, dass sich außerhalb der Stadt noch ein richtig tolles Bauwerk versteckt? Die Klosteranlage musste nach ihren späteren Erweiterungen bis zum 16. und 17 Jahrhundert unter dem Christusorden („Nachfolgeorden“ des Templerorden ab 1319 in Portugal) auch dem erhöhten „Ansturm“ der Mönche, Pilger und Armen stand halten. Diese wollten natürlich auch mit ausreichend Wasser versorgt werden und das wurde im ausgehenden 16. Jahrhundert durch den Bau eines ca. 6 Kilometer langen Aquädukt (Aqueduto dos Pegões) bewerkstelligt.  

 

Die Templerburg Castelo de Almourol inmitten des Rio Tejo

Drei versuche habe ich nun gebraucht, um mir endlich diese sagenumwobene Festung der Tempelritter anzuschauen. Um es vorab zu sagen, es hat sich gelohnt. Im September des letzten Jahres habe ich es schon einmal versucht aber leider die letzte Fähre verpasst und wollte nicht auf den nächsten Tag warten.  (gaaanz blöde Idee) Bei meinem zweiten Versuch, heute Vormittag, kam ebenfalls keine Fähre vorbei. Mittlerweile ganz leicht gefrustet bin ich dann erst einmal einkaufen gefahren und dabei habe ich mir dann vorgenommen, richtig viel einzukaufen und so lange vor der Burg stehen zu bleiben, bis ich da endlich hinein darf.  

 

Weiter nach Norden, zum Pego do Altar und zur Templerburg Castelo de Almourol

07. März 2017 – 12. März 2017 – Am Stausee Pego do Altar Heute Morgen habe ich mich von Arnold (http://maudolf-on-tour.de) am Barragem do Monte da Rocha verabschiedet und bin wieder in nördliche Richtung gefahren. Unser Ziel war wieder der Barragem Pego do Altar, an dem wir ja schon öfter (Beitrag vom 24. September 2016) gestanden haben. Es ist eine sehr einsame Ecke, an der es beschaulich zugeht. Ab und zu kommen ein paar portugiesische Angler und Ausflügler vorbei und das war es dann meist auch schon. Wohnmobile verirren sich eher selten hierher, da die Zufahrt mittlerweile doch sehr grenzwertig ist und man sich sehr leicht festfahren oder aufsetzen kann.  

 

Von der Templerburg Almourol an den Pego do Altar

Nach unserem Besuch der Wallfahrtskirche ging es als nächstes zur ehemaligen Templerfestung Castelo do Almourol, die sich auf einer kleinen Insel mitten im Tejo erhebt. Die Burg bestand als Burg Almorolan bereits im Jahre 1129 und noch viel früher soll sich hier auch ein befestigtes römisches Lager befunden haben. Die Templer (Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem) bekamen das Castelo vermutlich in den Jahren nach 1129, nach der Vertreibung der „Mauren“ aus diesem Gebiet, übertragen und begannen mit dem Wiederaufbau vermutlich um die Jahre 1160 / 1171. Nach 1307 war das Castelo do Almourol, zusammen mit der Templerfestung von Tomar, auch einer der Rückzugsorte nach der Verfolgung der Templer in Frankreich und Spanien. Leider war das Castelo jedoch bei unserem Eintreffen schon geschlossen, war aber nicht so tragisch, denn im nächsten Jahr möchte ich noch einige andere Burgen und Bauwerke besuchen, dann komme ich hier ganz sicher wieder vorbei. Oder vielleicht fahre ich auch in diesem Jahr noch einmal dort hin, der Winter ist ja noch lang.